Neuerungen ab 1. Juli 2021

Neuerungen ab 1. Juli 2021

Gerne informieren wir Sie über Neuerungen im Bereich der 1. Säule:

  • Betreuungsurlaub für Eltern von gesundheitlich schwer beeinträchtigten Kindern

    Wenn ein Kind durch Krankheit oder Unfall in seiner Gesundheit stark beeinträchtigt ist, befinden sich berufstätige Eltern in einer sehr schwierigen Situation. Bisher hatten sie keine andere Wahl als unbezahlten Urlaub zu nehmen, sich selbst krankschreiben zu lassen oder die Arbeit vorübergehend ganz aufzugeben.

    Ab dem 1.7.2021 erhalten Eltern einen 14-wöchigen Betreuungsurlaub, wenn sie ihr gesundheitlich schwer beeinträchtigtes Kind betreuen und deswegen ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen müssen. Während des Betreuungsurlaubs wird eine Betreuungsentschädigung ausbezahlt. Der über die Erwerbsersatzordnung (EO) entschädigte Urlaub kann innerhalb von 18 Monaten bezogen werden, am Stück oder tageweise. Die Taggelder betragen 80% des durchschnittlichen Erwerbseinkommens, welches vor dem Entschädigungsanspruch erzielt wurde.

    Merkblatt Betreuungsentschädigung

    Formular Anmeldung Betreuungsentschädigung

  • Mutterschaftsentschädigung bei längerem Spitalaufenthalt des Neugeborenen

    Mütter, deren Kinder direkt nach der Geburt mehr als zwei Wochen im Spital verbleiben müssen, haben ab dem 01.07.2021 länger Anspruch auf Mutterschaftsentschädigung.

    Bisher konnte eine Mutter ihren Anspruch auf Mutterschaftsentschädigung aufschieben, wenn ihr Neugeborenes direkt nach der Geburt länger als drei Wochen hospitalisiert bleiben musste. Allerdings sah das Gesetz für die Dauer des Spitalaufenthalts des Neugeborenen keinen Erwerbsersatz für die Mutter vor und auch die Maximaldauer des Aufschubs war nicht geregelt.
    Mit der Gesetzesänderung wird die Dauer des Anspruchs auf Mutterschaftsentschädigung um höchstens 56 Tage verlängert, sofern das Neugeborene direkt nach der Geburt für mindestens zwei Wochen im Spital verbleiben muss. Die Verlängerung wird zu der ordentlichen Dauer der Mutterschaftsentschädigung hinzugerechnet.

    Merkblatt Mutterschaftsentschädigung

  • Überbrückungsleistungen für ältere Arbeitslose

    Die Überbrückungsleistungen richten sich an Personen ab dem 60. Altersjahr, die nach dem 01.01.2021 von der Arbeitslosenversicherung ausgesteuert wurden. Diese Leistungen dienen der besseren sozialen Absicherung für Arbeitslose vor der Pensionierung. Die Überbrückungsleistungen orientieren sich stark am Modell der Ergänzungsleistungen. Für die Abklärung, ob eine Überbrückungsleistungen beansprucht werden kann, sind deshalb die kantonalen AHV-Kassen am Wohnsitz des Versicherten zuständig (Ausnahmen BS, GE, ZH, vergl. Merkblatt). Adressen der Kantonalen Ausgleichskassen

    Merkblatt Überbrückungsleistungen

Kontakt

Wir sind gerne für Sie da.
Kontaktnummern
Kontaktformular

Sie befinden sich hier